Angst

In meinem Mehrfamilienhaus geht es seit ein paar Wochen drunter und drüber.

Eine Anzeige jagt die nächste – Gewalt, Verleumdung, Sachbeschädigung und nun auch noch Morddrohungen.

Und ich bin da mitten rein gerutscht und habe mich heute Nacht mit meiner Zeugenaussage an vorderste Linie gestellt zu denen, die die Morddrohung durch den einen Nachbarn erhielten.

Der Mann ist nicht nur völlig irre sondern lebt seinen Aggressionen tatsächlich aus.

Messerstiche in Fahrrad- und Autoreifen. Aufgebrochene Türen. Eine Faust ins Gesicht. Tritte gegen die anderen Haustüren.

Kann man also davon ausgehen, das die Morddrohung nur eine Drohgebärde ist?

 

 

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27 Gedanken zu “Angst

      1. Ich habe eben mit einer Psychologin gesprochen. Bereits bei den harmloseren Anfangsgeschichten meinte sie, dass er psychotisch klänge. Der Rest bestätigte ihre Vermutung. Auf jeden Fall muss der Mann irgendwie neben der Spur sein. Ganz gewaltig … Er wohnt schon seit 2 Jahrzehnten hier. Er war schon immer merkwürdig und spielte sich im Wohnhaus als Blogwart auf. Doch ansonsten war mir nichts aufgefallen. Der Streit zwischen den zwei Nachbarn schwelte wohl schon seit 5 Jahren. Wegen geöffneter/geschlossener Flurfenster … Doch solche Ausmaße sind neu. Es gab auch schon früher nächtliches Türenknallen. Häufiger. Doch ob das auch ihm zuzuordnen ist? Ich verstehe nicht, warum sich die Wohnungsgenossenschaft sich so quer stellt. Er will eine Ersatzwohnung, die haben Hunderte. Dann gäbe es schon mal nicht mehr diesen Hass zwischen den zwei Nachbarn und die zusätzliche Fixierung auf mich und einen anderen Nachbarn. Die Wohnungsgenossenschaft möchte ihn dem sozial-psychiatrischen Dienst melden. Die Psychologin meint, dann würde es noch einmal richtig knallen. mit ihm.

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      1. Schwere Frage… Aber ausziehen ist ja nicht wirklich eine kurzfristige Lösung. Und da du so verbunden bist mit deiner Wohnung, wohl auch einfach keine wirkliche Option. Bleibt die Frage ob absehbar ist, dass sich die Situation „bessert“? Also dass er auszieht o.Ä.?
        Pass auf jeden Fall auf dich auf und scheue nicht zur Polizei zu gehen, wenn er dich irgendwie bedroht oder schlimmeres.

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      2. Ich war bei der Polizei. Gerade erst zu dritt von ca. 21 bis 3 Uhr nachts. So lange hat es gedauert, um die aktuellsten (!) Vorkommnisse aufzunehmen. Diesmal war ich nur Zeugin. Unter anderem, da ich ihn beim Zerstechen der Nachbarautoreifen so gut wie erwischt habe. Vorher war ich auch schon mal Geschädigte. Seine Morddrohungen bezogen sich auf den Umstand falls er auf der Straße lande. Andererseits wünscht er sich seit mehreren Jahren eine Ersatzwohnung der Wohnungsgesellschaft. Doch die weigert sich selbst jetzt noch!

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      3. Oh je… Sie würden das Problem damit ja nur „verschieben“, kann mir nicht vorstellen dass er in einer anderen Wohnung/in einem anderen Haus friedlicher wäre. Habt ihr mal gemeinsam mit der Wohnungsgesellschaft gesprochen? Wenn die befürchten müssen, dass mehrere Parteien ihre Mietverträge kündigen und ausziehen, erhöht das vielleicht den Druck…

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      4. Ja, genau das sagen sie auch. Doch im Augenblick ist er ja geradezu voller Hass auf bestimmte Personen. Mich eingeschlossen. Und durch meine Zeugenaussage bei der Polizei habe ich nun bestimmt aufgeschlossen zu den zwei anderen Hassobjekten. Wir haben mit der Wohnungsgesellschaft gesprochen. In Hamburg herrscht solch eine Wohnungsknappheit, denen wird es egal sein, ob wir kündigen. Ich finde deren Handeln absolut fahrlässig, dass sie ihn nicht hier raus nehmen, um die Situation zu entschärfen.

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    1. Ich habe heute Mittag mit einer Psychologin gesprochen. Sie tippt auf psychotisches Verhalten. Und ja, das ist tatsächlich nicht berechenbar. Ich habe sogar die Sorge, dass er vielleicht in ein paar Jahren austickt. Diesmal kam es auch quasi aus dem Nichts. Bleibt die Überlegung umzuziehen … was ich an sich nicht möchte …

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      1. Die Wohnungsgenossenschaft schickt ihm en Schreiben mit den angehäuften Sachverhalten/Vorwürfen. er soll dann dazu Stellung nehmen. Und sie möchte den sozial-psychiatrischen Dienst einschalten. Die Psychologin, mit der ich sprach, meinte, dann ginge er noch mal richtig durch die Decke. Vielleicht sollte ich mich mal um eine Urlaubsreise bemühen in den nächsten Wochen …

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  1. Nein, ich meinte so im Allgemeinen. Wenn jemand so schräg und aggressiv drauf ist, weiß man nie, wann und von wem es einen Auslöser gibt, der sein Fass zum Überlaufen bringt. Das muss ja nicht unbedingt auf dich bezogen sein.
    Mach dir nicht zuviel Gedanken. Vielleicht regelt es sich ja doch irgendwie.
    In jedem Falle, wünsche ich dir jetzt eine trotzdem gute Nacht mit einem erholsamen Schlaf.

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    1. Ich bin trotz allem naiv und voller Hoffnung. Da er allerdings auch Türen aufgebrochen/geöffnet hat, habe ich vorhin zwei Glasflaschen vor meine Wohnungstür gestellt, damit ich nicht andauernd meine Öhrchen spitzen muss. Schlaf du auch gut. 🙂

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